Die Muskeln ermüden schnell, es treten Schmerzen auf. In dem betroffenen Bereich wird die Durchblutung gestört. Muskel und Nervenwurzeln werden nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Das Ödem wird nur über die Lymphgefäße und Venen beseitigt, ausschließlich durch die Mikrovibrationen, die infolge der dynamischen Spannung und Relaxation der Muskeln entstehen. Es kommt zur Überbelastung von Muskeln, das Ödem verhindert die Wiederherstellung der vollen Funktionalität. So schließt sich der Kreis. Die geschwächten Muskeln stützen die Wirbelsäule unzureichend. Selbst eine kleine Überlastung kann zu Komplikationen führen. Am gefährlichsten sind Stöße und ruckartige Bewegungen. Im Falle eines Bandscheibenvorfalls ist besondere Vorsicht geboten. Autofahrten stellen sich als eine Herausforderung dar. Falls möglich, sollte ein Arzt nach Hause gerufen werden. Falls nicht möglich, sollte der Lendenbereich vor der Reise mit einem Korsett fixiert werden.

Bei einer akuten Degeneration bringt die Behandlung eine schnelle Beseitigung von Ödemen und Verbesserung der Blutzirkulation. In diesem Zeitraum werden in der Regel entzündungshemmende und harntreibende Präparate verordnet. Das Problem bei der Behandlung von Personen, die unter einem Bandscheibenvorfall leiden, liegt darin, dass sich die Bandscheibe nicht entspannen kann und es so zur Überbelastung der Rückenmuskulatur kommt. Eine gewöhnliche Massage kann sehr riskant sein. Eine unvorsichtige Bewegung kann zu weiteren Beschädigungen des Gewebes an der betroffenen Stelle und nach einigen Stunden zur Verschlimmerung der Symptome führen. Auch wenn sich der Zustand unmittelbar nach der Massage bessert, kann das Ödem bereits 6 Stunden danach größer sein. Die Muskeln entspannen sich in der Nacht und das Ödem, die Schmerzen und die Bewegungseinschränkungen werden bis in die Morgenstunden zunehmen. Daher sollte die pharmakologische Behandlung zu diesem Zeitpunkt um die auf der Seite „Rückenschmerzen“ beschriebenen Maßnahmen erweitert werden. Die nächtlichen Prozeduren sollten also sehr ernst genommen  und nicht versäumt werden. Ausgerechnet im Laufe der Nacht entwickelt sich ein kritisches Niveau des Ödems. Nach der akuten Periode beginnt eine lange Rehabilitation.

Bandscheibenvorfall – Rehabilitation ohne Operation

Abhängig von der Stelle, Größe und Art kann der Bandscheibenvorfall unterschiedlich gefährlich sein. Dies kann nur bei einer MRT-Untersuchung festgestellt werden. Besonders gefährlich sind die Bandscheibenvorfälle, die einen Druck auf das Rückenmark oder seine Wurzeln ausüben. In diesen Fällen ist ein sofortiger chirurgischer Eingriff erforderlich. Die Anzeichen können ein akuter Harnverhalt und direkte Funktionsstörungen anderer Organe sein, die durch Maßnahmen der Ersten Hilfe nicht beseitigt werden können.

Ein Bandscheibenvorfall, bei dem auf das Rückenmark Druck ausgeübt wird, und der chirurgisch behoben werden muss, kommt eher selten vor. In den meisten Fällen kann der Bandscheibenvorfall ohne Operation behandelt werden, auch wenn auf die Nervenwurzeln Druck ausgeübt wird. Die Hauptaufgabe der Rehabilitation ist es, im Verlauf von mehreren Monaten dem Körper zu helfen, die Ödeme zu beseitigen und eine korrekte Funktionsweise der Rückenmuskulatur wiederherzustellen. Im Falle einer langfristigen Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten kann es zu Nebenwirkungen kommen. Daher sollte bei der Behandlung von Patienten mit einem Bandscheibenvorfall auf Arzneimittel möglichst verzichtet werden.

Allgemeine Grundsätze und Ziele der Rehabilitation:

  • Es sind Behandlungen zur Verbesserung der Blutversorgung der Rückenmuskulatur, der Nerven und des Rückenmarks durchzuführen.
  • Es sind Maßnahmen zur Verbesserung des Lymphflusses und der Beseitigung von Ödemen durch Entfernen von abgestorbenen Zellen zu ergreifen.
  • Nächtliche Ödeme und Stauungserscheinungen sind zu bekämpfen.
  • Die Festigung der geschwächten Bandscheibe mit gesunden Zellen ist zu fördern.
  • Es gilt Überlastungen zu vermeiden, und bei Überlastungen, sollten sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen ergriffen werden.

Kontraindikationen während der Behandlung:

  • Anwendung von Vibromassagegeräten – die Energie der Geräte ist zu groß.
  • Reiben und schrubben der betroffenen Stelle mit einer Bürste oder mit einem Schwamm beim Duschen bzw. Baden.
  • Die Bandscheibe bzw. die Wirbel dürfen nicht eingerenkt werden – dies führt zu keiner Stärkung, sondern zu einer noch größeren Beschädigung des Gewebes.
  • Elektromyostimulationen werden nicht empfohlen – die Muskulatur ist ohnehin überbelastet.
  • Es ist kategorisch verboten, die Wirbelsäule in vertikaler Haltung zu strecken (z. B. am Reck) – dies führt zur Reflexrückreaktion der Rückenmuskulatur, die ohnehin überbelastet ist. Das Risiko ernster Komplikationen wird in solcher Situation höher sein.
  • Manuelle Massagen sind nicht immer von Vorteil – sie können zur Verstärkung des Ödems binnen einiger Stunden führen. Nach dem Schlaf können die Schmerzen deutlich stärker und die Bewegungsfreiheit deutlich eingeschränkt sein.
  • Medikamente und Schmerzsalben sollten ohne schwerwiegende Gründe nicht verwendet werden. Schmerz ist ein Schutzmechanismus und schützt vor weiteren Schäden.

Rehabilitationsprogramm

Die Wiederherstellung und Stärkung der Muskelfunktion erfolgt durch die Kompensation des Defizits der Mikrovibrationen mithilfe einer externen Quelle. Dies ist einer Art Massage auf Zellebene, bei der die für den Körper natürlichen Mikrovibrationen  zum Einsatz kommen. Die Behandlung heißt Fonobehandlung und kann zu Hause vom Patienten selbst, einmal pro Tag, durchgeführt werden. Die Fonobehandlung verbessert zugleich den Lymphfluss und begünstigt die Reduktion des Ödems. Dies ist Teil der Mikrovibrationstherapie und wird in der medizinischen Praxis seit über 15 Jahren verwendet. Die Möglichkeit, die Behandlungen zu Hause, mehrmals am Tag, selbstständig durchführen zu können, in Verbindung mit dem attraktiven Preis der Geräte haben zu unserer Entscheidung beigetragen, dieses Verfahren als Hauptmethode bei der Rehabilitation zu wählen.

Es gibt verschiedene Methoden der Mikrovibrationstherapie (vibroakustischen Behandlung). Das Grundprinzip ist wie folgt: Kurze Behandlungen in kurzen Zeitabständen bringen die größten Vorteile. Behandelt werden nicht nur der Bereich des Bandscheibenvorfalls und die Rückenmuskeln, sondern auch der Bereich der Nieren und Leber, die für die Reinigung des Blutes von den Stoffwechselprodukten und eine ordnungsgemäße Funktionsweise des lymphatischen Systems zuständig sind.

Die Methoden der vibroakustischen Behandlung hängen von der Etappe der Behandlung ab.

Erste Woche

Die Methode der Kompensation des Defizits an Mikrovibrationen unter Anwendung des Fonovit-Gerätes bei einer 6-maligen Fonobehandlung in der ersten Woche nach dem Auftreten der Schmerzen oder nach der Exazerbation der Symptome.

Bereich der Einwirkung von Mikrovibrationen Fonobehandlung jedes Bereichs 6 Mal pro Tag alle
4 Stunden (1 Behandlung in der Nacht). 7 Tage lang.
Modus Dauer zu Beginn Verlängerung der Behandlung Dauer am Ende
Nierenbereich 2 5 Min. + 1 Min. pro Tag 15 Min.
Bereich der Leber 1 3 Min. + 1 Min. jeden zweiten Tag 7 Min.
Linke und rechte Seite des Bandscheibenvorfalls 1 2 Min. + 1 Min. jeden zweiten Tag 5 Min.
Unterhalb und oberhalb des Bandscheibenvorfalls 1 2 Min. + 2 Min. pro Tag 5 Min.

Die Behandlung in der Nacht ist sehr wichtig, um Komplikationen vorzubeugen.

Hauptbehandlung

Die Anzahl der Behandlungen pro Tag wird allmählich reduziert und die Behandlungszeit erhöht. Die Methoden der vibroakustischen Behandlung hängen von der Stelle des Bandscheibenvorfalls ab.

Methode der Kompensation des Defizits an Mikrovibrationen bei einem Bandscheibenvorfall im Abschnitt der Brust- und Lendenwirbelsäule.

Bereich der Einwirkung von Mikrovibrationen Modus 5 Mal pro Tag während einer Woche 4 Mal pro Tag während 3-12 Wochen 2-3 Mal pro Tag nach der 12. Woche
Nierenbereich 2 20 Min. 25 Min. 35-40 Min.
Bereich der Leber 1 10 Min. 12 Min. 10-15 Min.
Linke und rechte Seite des Bandscheibenvorfalls 1 7 Min. 10 Min. 5 Min.
Unterhalb und oberhalb des Bandscheibenvorfalls 1 7 Min. 10 Min. 5 Min.

Die Behandlungen vor dem Schlaf und nach dem Aufwachen sollten täglich durchgeführt werden. Sind zwei Geräte vorhanden, reichen 30 Minuten jeweils vor dem Schlaf und nach dem Aufwachen. Es wird davon abgeraten, die Behandlungen im Nieren- und Leberbereich zu vernachlässigen. Die Zeit, die man dafür aufbringen muss, wird sich durch die Verbesserung des Wohlbefindens, der Arbeitsfähigkeit und Verbesserung des Zustandes der Rückenmuskulatur bezahlt machen.

Ein Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich erfordert kürzere, aber häufigere Behandlungen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Nackenmuskulatur aktiver ist und besser die Mikrovibrationen aufnimmt. Es geht auch um die Nähe zum Gehirn.

Methode der Kompensation des Defizits an Mikrovibrationen bei einem Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich

Bereich der Einwirkung von Mikrovibrationen Modus 5 Mal pro Tag während einer Woche 4 Mal pro Tag während 3-12 Wochen 2-3 Mal pro Tag nach der 12. Woche
Nierenbereich 2 20 Min. 25 Min. 35-40 Min.
Bereich der Leber 1 10 Min. 12 Min. 10-15 Min.
Linke und rechte Seite des Bandscheibenvorfalls 1 5 Min. 6 Min. 7 Min.
Unterhalb und oberhalb des Bandscheibenvorfalls 1 5 Min. 6 Min. 5 Min.

Es ist sehr wichtig, die Zeit für 4 Behandlungen zu finden. Dies ist kein Problem für Menschen, die nicht berufstätig sind. Berufstätigen Personen wird folgende Vorgehensweise empfohlen: eine Behandlung direkt nach der Arbeit, eine weitere direkt vor dem Schlafengehen, eine weitere nach 5-6 Stunden Schlaf und 2 Stunden vor der Arbeit.

Häufige Fehler

  • Es wird nur eine Behandlung am Tag durchgeführt – dies ist nicht genug, auch wenn die Behandlung dafür länger dauert. Es ist besser, wenn die Behandlungen kürzer sind. Man sollte mindestens zwei Behandlungen pro Tag durchführen. Die Behandlungen werden zu Hause durchgeführt und sind daher unkompliziert.
  • Ein oder mehrere Tage Pause zwischen den Behandlungen aufgrund des ausgeübten Berufs (Schichtarbeit oder Geschäftsreisen). Während der ersten 6 Monate sollten die Behandlungen nicht unterbrochen werden.
  • Keine Behandlungen im Nierenbereich. Auch wenn man die Leber auslassen kann, dürfen die Nieren keinesfalls vernachlässigt werden. Die Nieren sind zuständig für die Regeneration des Körpers und reinigen ihn von den Nebenprodukten der Muskelaktivitäten, von denen der Schutz und die Rehabilitation der Wirbelsäule abhängig sind.

Schutz der Wirbelsäule vor externen Faktoren

  • Die ersten drei Monate beim Gehen und die ersten 6 Monate bei der Benutzung von diversen Transportmitteln sollte man einen Stützgurt tragen, der noch vor dem Aufstehen angelegt werden soll. Dies bewährt sich bei den Menschen, die keine ausgeprägte Taille und einen nicht zu großen Bauch haben, weil dies eine zusätzliche Stütze für das Becken bildet und zur Entlastung der Wirbelsäule führt. Es wird davon abgeraten, den Stützgurt die ganze Zeit zu tragen, weil dies die Schwächung der Rückenmuskulatur zur Folge haben kann.
  • Auf Laufen, Springen und Radfahren sollte verzichtet werden.
  • Das Heben von Gewichten einschränken.

Wenn der Bandscheibenvorfall einen chirurgischen Eingriff erfordert

Ein operativer Eingriff an der Wirbelsäule muss genau nach Anweisung erfolgen. Er zielt darauf ab, das Rückenmark zu retten und die Ursachen des Drucks auf die Nervenwurzeln zu beseitigen, und nicht die Rehabilitation zu beschleunigen. Es sollte beachtet werden, dass ein chirurgischer Eingriff an der Wirbelsäule immer ein Risiko darstellt, und unter genau definierten Bedingungen durchgeführt wird. Unmittelbar nach der Operation wird die operierte Stelle noch schwächer sein. In der postoperativen Phase, um den Prozess der Rehabilitation zu beschleunigen, können mit dem gleichen Ergebnis die oben beschriebenen Methoden angewendet werden.